Die Orkney-Inseln und der Hafen von Kirkwall
Vorbereitung

Törnplanungdie Route ist nicht festgelegt, die Vorbereitung schon

Karten

Was du an Bord haben willst

Jeder Teilnehmer sorgt selbst für geeignete Navigationsmittel, im Rahmen der Sicherheitsliste. Diese Admiralty-Karten sind ein Vorschlag; die meisten Wassersportgeschäfte haben sie.

  • North Sea, 4140, 1:1.500.000 — für den schnellen Überblick
  • North Sea, Southern Sheet, 2182A, 1:750.000
  • North Sea, Central Sheet, 2182B, 1:750.000
  • North Sea, Northern Sheet, 2182C, 1:750.000

Für die Ansteuerung der Orkneys und der norwegischen Küste brauchst du großmaßstäbigere Karten, auf Papier oder elektronisch. Rechne damit, dass deine Elektronik ausfällt: ein Papierbackup und ein zweiter, unabhängig versorgter Plotter oder Tablet sind kein Luxus. Sorge dafür, dass du deine Position auch ohne Strom bestimmen und eintragen kannst.

Trennungsgebiete und Windparks

Auf der Route liegen Verkehrstrennungsgebiete und immer mehr Windparks. Lege vorher fest, wo und in welchem Winkel du querst, und kenne die Regeln in und um die Parks. Bei Alle Hens gibt es Workshops dazu: die Kollisionsverhütungsregeln und Segeln durch Windparks.

Gezeiten: unterschätze die Orkneys nicht

Auf der offenen Nordsee spielen Gezeiten eine begrenzte Rolle, an den Inseln ändert sich das. Um die Orkneys und in den Sunden zwischen den Inseln laufen die Gezeitenströme kräftig — kräftig genug, um deine Fahrt über Grund vollständig aufzuheben oder gegen den Wind eine unangenehme See aufzubauen. Plane die Ankunft nach dem Tidenstrom, nicht nur nach dem Wind, und halte einen alternativen Sund bereit.

Auch an Anfang und Ende des Törns zählen die Gezeiten: den Pollendam und die Vliestroom befährst du zu einem günstigen Moment, nicht zu einem beliebigen.

Ausweichhäfen und Plan B

Schreibe für jede Etappe auf, wohin du kannst, wenn es nicht wie geplant läuft: Materialschaden, ein kranker Mitsegler oder ein Wetterumschwung. Kenne Ansteuerung, Tiefe und Öffnungszeiten dieser Häfen. Ein Ausweichhafen, den du erst unterwegs nachschlägst, ist kein Plan B.

Diesel

Wie viel Kraftstoff brauchst du, auf Basis der Vorhersage und mit Reserven für Zwischenfälle und Ausweichhäfen? Rechne es aus, statt zu schätzen: Distanz geteilt durch Geschwindigkeit ergibt Stunden, Stunden mal Verbrauch ergibt Liter. Rechne einen großzügigen Zuschlag dazu. Nimm das in deine Startentscheidung mit auf.

Gemeinsam planenSkipper, Crew und Organisation helfen einander bei Vorbereitung und Etappenplanung. So kommst du leichter an mehr Informationen — die Entscheidung bleibt aber deine.