
An Bordder menschliche Faktor ist auch Sicherheitsausrüstung
Körperlich und psychisch
Sicherheit betrifft nicht nur Ausrüstung, und sie endet nicht bei Fertigkeiten. Da sind noch die menschlichen Faktoren — und genau dieser Teil wird am häufigsten übersehen.
Fit to sail?
Gerade wenn die Jahre zählen, ist es gut, im Vorfeld einer größeren Leistung etwas häufiger ins Fitnessstudio zu gehen. Hast du körperliche Einschränkungen? Teile sie mit, damit alle wissen, was sie voneinander erwarten können.
Medikamente
Sag dem Skipper, und am besten der ganzen Crew, was du nimmst und wofür. Als Skipper teilst du es am besten mit allen. Das ist keine Neugier: wenn jemand unwohl wird, willst du wissen, was im Spiel ist.
Mental
Nach einigen Tagen auf See kennt man sich. Kannst du mit Druck umgehen oder gerade nicht? Hast du Schwierigkeiten mit Menschen, mit engen oder mit großen Räumen? Sag es vorher. Das macht es unterwegs viel leichter.
Wissen, wo die Dinge liegen
Sorge dafür, dass alle wissen, wo die Dinge aus dem Sicherheitsplan liegen. Und auch: wie das Funkgerät funktioniert, wie man einen Notruf abgibt, wo der Feuerlöscher hängt und wie das Seeventil der Toilette geschlossen wird.
Rollen verteilen
Segelst du mit Leuten, mit denen du noch nicht oft gesegelt bist? Kläre vorher, wer was kann. Wer kocht, wer navigiert, wer führt das Logbuch, wer ist gut mit dem Motor.
Aufeinander achten
Achtet gemeinsam darauf, dass alle genug essen, trinken und schlafen. Denkt an Sonnencreme und Sonnenbrille und an die ersten Anzeichen von Krankheit oder Unterkühlung. Wer still wird, ist nicht immer nur müde.
Klarheit kostet nichts
Trefft sehr klare Absprachen über die Dinge, die euch wirklich wichtig sind. Etwa den Einsatz von Lifelines, das Tragen von Schuhen an Deck, langes Haar in der Nähe von Blöcken.
Klar kommunizieren
Bestätige, dass etwas verstanden wurde, und such diese Bestätigung aktiv — besonders im Dunkeln. „Ja“ ist keine Bestätigung; das Wiederholen dessen, was du tun wirst, schon.
Verantwortung ausdrücklich übergeben
Wer ist verantwortlich, und wann? Zum Beispiel für den Ausguck. Die ausdrückliche Übergabe dieser Verantwortung verhindert Missverständnisse — und die unangenehme Situation, in der niemand glaubt, an der Reihe zu sein.
Für gute Stimmung sorgen
Das klingt nach einer Nebensache und ist eine Hauptsache. Eine Crew, die gemeinsam Spaß hat, spricht leichter über das, was nicht gut läuft. Und damit wird ein kleines Problem gemeldet, solange es klein ist.
Kleidung und Ausrüstung
Kleidung in Schichten
Nimm Kleidung für warmes, kaltes und nasses Wetter mit. Auf dieser Breite sind die Nächte auf See wirklich frisch. Zusätzliche Unterwäsche und Socken, ein warmer Schlafsack, vielleicht ein Kissen. Und: Schuhe, Stiefel, Handschuhe, Schal und Mütze.
Brille und andere Hilfsmittel
Bist du auf Brille, Kontaktlinsen oder ein anderes Hilfsmittel angewiesen? Dann sorge gut dafür: Tücher zum Reinigen und eine Reservebrille oder Reservelinsen.
Elektronik und Salzwasser
Salzwasser ist tödlich für elektrische Kontakte. Halte Geräte so weit wie möglich drinnen und trocken. Denk an zusätzliche Ladekabel und eine Powerbank.
Gewitter
Nutze einen Metallkoffer, um die notwendige Elektronik zu sichern: Notsignalisierung, Backup-Navigation, Satellitenkommunikation, Telefon, Tablet, Kabel und Powerbank. Eine geschlossene Metallkiste wirkt als Faradayscher Käfig.
